Samstag 19. Mai 2012
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Arbeitszeitverkürzung

Arbeitszeitverkürzung statt Arbeitszeitverlängerung!

Mit ihrer aus Deutschland importierten Forderung nach längeren und „flexibleren“ Arbeitszeiten sorgte die österreichische Industriellenvereinigung für Aufsehen. Mehr Arbeitsplätze versprach sie, wider besseres Wissen davon. Doch angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit und der zunehmend ungerechteren Einkommensverteilung wäre es eigentlich höchst an der Zeit, das Modell der Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich zu diskutieren.

Arbeitszeitverkürzung!

Einen zentralen Punkt im feministischen Diskurs nimmt die Frage der Erwerbstätigkeit von Frauen ein. Führt mensch sich vor Augen, dass Unabhängigkeit von Frauen vor allem in engem Zusammenhang mit dem biologischen Faktum stehen, dass nun mal nur Frauen Kinder bekommen, und mit dem gesellschaftlichen Dogma dass sie somit alleinig für die unbezahlte Betreuungsarbeit zuständig seien, kann eine aktive Gleichstellungspolitik nicht an Arbeitsmarktpolitik vorbeigehen.

Geschichte der Arbeitszeitverkürzung in Österreich

1889: Auf ihrem ersten Kongress proklamiert die neu gegründete Sozialistische Arbeiter-Internationale den Ersten Mai zum Kampftag für den 8-Stunden-Tag
1919/1920: Im Zuge der großen Sozialreformen wird der gesetzliche 8-Stunden-Tag eingeführt ...

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