Freitag 10. Februar 2012
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Presse

SJ NÖ/LGF Günter Steindl: Superpraktikum für alle! Faire Bezahlung statt mieser Politshow


Pressefoto (Hochauflösende Qualität)


St. Pölten - Unter dem Motto „Superpraktikum für alle! Faire Bezahlung statt mieser Politshow" begleitete heute die Sozialistische Jugend Niederösterreich die fragwürdige Casting-Tour „Bist du Österreichs Superpraktikant?" der ÖVP in Niederösterreich.


Die SJ bot in Form eines Aktionsstandes kompetente Beratung und Information für PraktikantInnen.


„Während eine ganze Generation von Jugendlichen mit unsicheren Beschäftigungsverhältnissen zu kämpfen hat, für wenig bis keine Entlohnung ein Praktikum nach dem andern leisten muss, fällt der ÖVP nichts besseres ein als genau diesen Missstand für eine Jugendkampagne zu nutzen - diese Form des Aktionismus ist letztklassig und zeugt von einer unglaublichen Ignoranz der ÖVP gegenüber den Lebensrealitäten junger Menschen", so Andreas Beer, Vorsitzender der SJ Niederösterreich.


„Die SJ Niederösterreich übt sich nicht in Prekariats-Aktionismus, sondern sucht Lösungen für Jugendliche und fordert daher eine gesetzliche Regelung für Pflichtpraktika", unterstützt der Landesgeschäftsführer der SPÖ NÖ, Günter Steindl, diese Aktion der Parteijugend: „Für Praktika während einer schulischen oder universitären Ausbildung (so genannte Pflichtpraktika) muss es eine allgemein gültige gesetzliche Definition sowie Mindeststandards (Pflichtversicherung und Mindestlohn) geben. Jugendliche, die eine Ausbildung abgeschlossen haben, sollen nicht mehr als PraktikantInnen angestellt werden, sondern in ein normales Arbeitsverhältnis kommen" fordern Steindl und Beer.


„Pröll bietet für seine/n Superpraktikant/in zwar viel Show, aber keine Entlohnung. Damit legitimiert er unsichere Beschäftigungsverhältnisse und gibt ein denkbar schlechtes Beispiel für den Arbeitsmarkt. Er leistet damit dem Missstand Vorschub, dass hochqualifizierte und talentierte Jugendliche ohne rechtlichen Schutz und gerechte Entlohnung ins Berufsleben einsteigen.


Es ist definitiv der falsche Weg über Anbiederung Jugendliche für Politik zu begeistern, vielmehr müssen Verbesserungen der Lebensumstände erreicht werden - dafür ist die ÖVP aber noch nie gestanden", so Steindl und Beer abschließend.


Fototext: Die Sozialistische Jugend machte am Aktionstag in St. Pölten auf die Situation von PraktikantInnen aufmerksam (v.l.n.r.): Katja Weira, Simone Seelöck, Martin Herberstein, Jakob Winter, SJ NÖ Landessekretär Alexander Strobl, SJ NÖ Andreas Beer, GR Max Wallner, Tanja Grill und Florian Schager.


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